der Kern des C. S. Hauser


Fingerkuppen-Hornhautschicht

Zunächst durch die Symbolisten angeregt, neigte ich mich in zahlreichen Nächten, über das Papier.
Die Feder getrieben durch den ästhetischen Zustand des Rausches
brachte fast endlos scheinende Felder auf die weißen Blätter. Zerriebene Muskatnüsse
und roter Bordeauxwein erweckten in den schwarzen Gemächern meiner Person unzählige Nischen, die ich bereisen konnte. Tausende Verse sind dabei wie nie zuvor gesehene Wesen an die helle Oberfläche gelangt.
Dabei entstand unter anderem der Gedichtband "de profundis" .Nachdem ich lange in der Stuttgarter Theaterszene gearbeitet habe, verspürte ich einen immensen Drang,
eigene Stücke auf die Bühne zu bringen.
So begann ich insgesamt sechs Dramen zu schreiben,
wobei das zentrale Stück "Das rote Kanapee" als Musiktheaterstück gedacht war.
Die Musik zu jenem Stück wurde von mir und meiner damaligen Band "Sickness of Perception" komponiert.
Als Theaterautor gelang es mir äußerst selten, geeignete Orte (z. B. Schlachthöfe)
und speziell geeignete Schauspieler für die Inszenierungen zu finden.
Nach wie vor versuche ich jedoch meine Stücke aufführen zu können.
Ohne den Willen des Schreibens zu verlieren, entstanden in einer schwierigen Phase meines Lebens im Jahre 1997
zahlreiche Drehbücher, die sich vom ständig gefilmten Weltkitsch drastisch unterscheiden.Im Jahre 1999 entstand dann mein bisher einziger Roman unter dem Titel "Noch ein Tag in Armageddon" .
Den sublimen Charakter des Stoffes lieferten sicherlich meine Tage im heiligen Land.
Schriftstellerisch wurde ich dabei sicherlich von den "Existenzialisten" angeregt,
jedoch nicht ohne meine ständig wiederkehrenden Themen dabei zu integrieren.